Allgemeines

1Stimmt es, dass nach EU-Recht der Estrichleger die Belegreife eines beschleunigten Estrichs zu messen hat?
Nach EU-Recht gibt es dies nicht. Es gibt EU-Normen. In diesen steht so etwas zzt. leider noch nicht. Die Prüfpflicht obliegt gemäß den einschlägigen Normen den Auftragnehmern für Bodenbelags-, Parkett-, Fliesen- und Beschichtungsarbeiten. Die PCT Chemie führt bei Retanol® Estrichen Frei-gabemessungen für den Prüfpunkt Restfeuchtigkeit durch.
2Wie kann man die Mehrkosten für Zusatzmittel gegenüber dem Bauherrn vertreten?
Der Anteil des Estrichs an den Gesamtkosten beträgt in der Regel höchstens 0,5–1 % der Bausum-me. Die Estricharbeiten sind ein nutzungsabhängiges Gewerk. Nur wenn der Estrich trocken und qualitativ in Ordnung ist, kann das Gebäude genutzt werden. Schäden und mangelnde Trocknung führen somit zu einem Nutzungsausfall /einer Nutzungsverzögerung und damit zu enormen Kos-ten. Die „geringen“ Mehrkosten für einen Retanol® Estrich stehen in keinem Verhältnis zu den Vor-teilen und der Sicherheit, die der Auftraggeber durch diesen erhält.
3Welche Unterschiede bei den Festigkeitswerten ergeben sich aus dem Einsatz von PS- und Stahl-formen? Sind PS-Formen zulässig?
PS-Formen sind uneingeschränkt genauso verwendbar. Es ist zu berücksichtigen, dass die nach Norm in einer Stahlform lagenweise mit Holzstampfer verdichteten Prismen immer deutlich höhere Festigkeitswerte ergeben. Erfahrungen haben gezeigt, dass Güteprüfungen von in PS-Formen her-gestellten Prüfprismen – angelehnt an die in der Praxis erreichbaren Werte – „realistischere“ Wer-te aufweisen.
4Kann der Estrichleger verbindlich dazu bewegt werden, 4 x im Jahr Erstprüfungen durchzuführen?
Die einschlägigen Estrichnormen weisen hierzu nichts aus. Ein gewissenhafter Estrichfachbetrieb wird immer eine weitere Erstprüfung ausführen, wenn gegenüber der vorhergehenden Erstprü-fung Änderungen bei seinen verwendeten Ausgangsstoffen eintreten.
5Gibt es Vorgaben, wie Bestätigungsprüfungen und Erstprüfungen geregelt sind?
Ja, in der DIN 18560, in der DIN EN 13892 und der DIN EN 13813
6Maßtoleranzen von Estrichen
In der Tabelle 3, Zeile 3 der DIN 18202 „Maßtoleranzen im Hochbau“ sind die Ebenheitstoleranzen dargestellt. Demnach darf bei einem Messpunktabstand von 1 m eine maximale Vertiefung von 4 mm vorliegen. Mit einer Zunahme der Messpunktabstände um 0,5 m steigt die zulässige Toleranz um 1 mm.
7Kostet das Erstellen der Prismen und deren Prüfung etwas?
Nein, dies ist eine kostenfreie Service-Leistung der PCT Chemie GmbH bei Retanol® Estrichen.
8Welches „Gegenprodukt“ kann aus dem Hause PCT einem Schnellzementestrich entgegengesetzt werden?
Es kommt auf die geforderten Eigenschaften an, die der Schnellestrich erfüllen muss. Zementestri-che, die mit einem Retanol® hergestellt werden, stellen immer eine sichere und verlässliche Alter-native zu Schnellzementestrichen dar. Darüber hinaus sind Retanol® Estriche deutlich wirtschaftli-cher.
9Warum werden Prismen hergestellt?
Um einen Nachweis über die erreichbare Estrichgüte zu führen. Dies geschieht im Rahmen der Er-härtungsprüfung (früher Güteprüfung).
10Was bedeutet RAL RG 1818, Estrichgütebescheinigung?
Diese gibt es für verschiedene PE-Folien, Abdichtungsmaterialien und Fertigestriche. Konventionel-le an Baustellen hergestellte Estriche benötigen eine solche Deklaration nicht.
11Mit welchem Estrich erreicht man die höchste Biegezugfestigkeit?
Mit Kunstharzestrich.
12Warum benötigt man auf jeder Geschossdecke eine Dampfsperre?
Betondecken behalten über sehr lange Zeiträume große Feuchtigkeitsmengen. Sie benötigen län-ger zum Austrocknen, als es der Bauzeitenplan zulässt. Damit aus der Deckenkonstruktion auswan-derndes Wasser nicht die Dämmung, eventuell den Estrich selbst (CA- und MA-Estriche) oder eine auf dem Estrich verlegte Bodenbelagskonstruktion schädigt, sind junge Geschossdecken mit Dampfbremsen auszustatten. Siehe auch DIN 18560 Teil 2.
13Was ist der Unterschied zwischen CEM I- und CEM II-Zement?
Der CEM I hat 95–100 % reinen Zement, der CEM II kann 6–20 % bzw. 21–35 % Zugabestoffe enthalten.
14Gibt es für Retanol® Estriche eine F-90-Brandschutzprüfung?
Nein. Alle mit Retanol® hergestellten Zementestriche fallen in die Brandklasse A 1.
15Welche Estrichprüfungen gibt es?
Erhärtungsprüfung (früher Güteprüfung), Eignungsprüfung, Bestätigungsprüfung.
16Wann führt man die einzelnen Estrichprüfungen durch?
Eignungsprüfung: mind. 28 Tage vor Beginn der Estricharbeiten. Erhärtungsprüfung: während der Estrichherstellung auf der Baustelle, Abprüfungen der Prüfkörper in der Regel nach 28 Tagen. Bestätigungsprüfung: Probekörper werden aus dem fertiggestellten mindestens 28 Tage alten Est-rich ausgeschnitten. Daraus werden wiederum einzelne Streifen angefertigt, die dann auf Biege-zug- und Druckfestigkeit geprüft werden. Siehe hierzu auch DIN 18560.

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